Versuch 

Info

In ein Uhrglas wird ein centgroßer Quecksilbertropfen gegeben und darüber verdünnte Schwefelsäure gegossen.
Durch Rühren des Quecksilbers mit einem Glasstab kann man viele kleine Tropfen erzeugen. Überlässt man die Quecksilbertröpfchen sich selbst und beobachtet das Gemisch mit dem Episkop, so sieht man, wie etwa im Sekundentakt kleinere Tropfen von großen „aufgefressen“ werden.

Vorbereitungsdauer: 1 Tag

Beschreibung

Hinweise zum Aufbau:
Nur sauberes Quecksilber verwenden.
Funktioniert auch in Alkohol mit sehr wenig Glyzerin gemischt.

Durch das Rühren (oder Schütteln) wird das Quecksilber in viele kleine Tropfen von ca. 1 mm Durchmesser zerteilt. Danach vereinigen sie sich ruckartig zu größeren Tropfen, bis nach etwa einer Minute nur noch ein zusammenhängendes Quecksilbervolumen vorhanden ist. Dies ist ein Beispiel für einen statistisch ablaufenden Vorgang. Über die Zukunft eines bestimmten Tropfens kann man mit physikalischen Methoden keine Vorhersagen treffen und man kann nicht vorhersehen, welcher Tropfen als nächster „aufgefressen“ wird. Bei einer ausreichender Anzahl von (einigen hundert) Tropfen verringert sich ihre Gesamtzahl aber nach einem Exponentialgesetz mit einer bestimmten mittleren Lebensdauer τ = 10 s. Nach der Zeit τ hat sich die Gesamtzahl auf 1/e ≈ 37 % reduziert. (Pohl, R.W. (1955). Mechanik, Akustik und Wärmelehre (13. Aufl.). Springer, S. 124 f.)


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